Gesenius-Arbeitsstelle

Direktor: Prof. (em.) Dr. theol. Dr. phil. Dr. theol. h.c. Herbert Donner

Leibnizstraße 4, 24118 Kiel

 

Die Gesenius-Arbeitsstelle ist eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziell getragene wissenschaftliche Einrichtung an der Theologischen Fakultät für die Neubearbeitung und Herausgabe der 18. Auflage des "Hebräischen und Aramäischen Handwörterbuches über das Alte Testament" von Wilhelm Gesenius (1786-1842).

Dieses klassische, für das Studium des Alten Testaments grundlegende und weit über die Grenzen des deutschen Sprachraumes berühmte Wörterbuch erschien 1810/12 und 1815 in erster Auflage und wurde seitdem vielfach bearbeitet, zuletzt von Frants Buhl, Kopenhagen, 1921 in der 17. Auflage. Als Standardwerk für Generationen von Alttestamentlern, Studenten, Pfarrern und Lehrern ist es zum Begriff geworden. Von Zeit zu Zeit muß es auf den jeweilig gegenwärtigen Stand der hebraistischen und semitistischen Kenntnis gebracht werden.

Seit der 17. Auflage sind, bedingt durch beide Weltkriege, rund 90 Jahre vergangen: ein Zeitraum, in dem nicht nur die alttestamentliche Wissenschaft bedeutende Fortschritte gemacht hat, sondern der auch die Entdeckung ganz neuer semitischer Sprachen (z.B. des Ugaritischen) und neuer Texte (z.B. aus den Höhlen am Toten Meer) erlebte. Den dadurch gewonnenen Erkenntnisfortschritt für das Wörterbuch fruchtbar zu machen, ist die Aufgabe der Gesenius-Arbeitsstelle.

Die umfangreichen Arbeiten nahmen insgesamt ein gutes Vierteljahrhundert in Anspruch. Umso erfreulicher ist es, dass das Ergebnis dieses immensen Projektes seit dem Erscheinen der sechsten Lieferung im Jahre 2010 vollständig vorliegt.