Nachteilsausgleich

Wer kann einen Antrag stellen?

Studierende

  • in besonderen Lebenslagen (Schwangerschaft, Erziehung von Kindern, Pflege von Angehörigen)
  • mit chronischer Erkrankung/Behinderung
  • die coronabedingte Nachteile erfahren (langfristige Einschränkungen, z.B. Risikogruppenzugehörigkeit, fehlende technische Ausstattung, und akute Einschränkungen, z.B. Quarantäne.)

haben die Möglichkeit, für Lehrveranstaltungen und Prüfungen einen Antrag auf Nachteilsausgleich zu stellen.

Wie funktioniert die Antragstellung?

 

Bitte melden Sie sich mit Ihrem Anliegen rechtzeitig (nach Möglichkeit deutlich vor dem Lehrveranstaltungs-/Prüfungstermin) bei den nachfolgend genannten zuständigen Stellen und erkundigen Sie sich bitte nach dem genauen Verfahrensablauf:

  • Bei akuten Einschränkungen halten Sie bitte zunächst Rücksprache mit Ihrer Lehrperson, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Wenn Sie Veranstaltungstermine versäumen, klären Sie bitte bei anwesenheitspflichtigen Lehrveranstaltungen zunächst, ob die Fehlzeiten im Rahmen der Fehlzeitenregelungen entschuldigt werden können, ohne dass ein Antrag auf Nachteilsausgleich gestellt werden muss.
  • Bei langfristigen Einschränkungen erkundigen Sie sich bitte bei dem für Ihren Studiengang zuständigen Prüfungsamt.

Stellen Sie bitte anschließend – ebenfalls rechtzeitig – einen formlosen Antrag auf Nachteilsausgleich bei der zuständigen Stelle (s.o.), in dem Sie Ihre Einschränkungen erläutern und legen Sie bitte Nachweise und möglichst auch ärztliche Empfehlungen für geeignete Ausgleichsmaßnahmen bei. Dies unterstützt die*den Prüfungsausschussvorsitzende*n und die Lehrpersonen dabei, eine geeignete Nachteilsausgleichsmaßnahme zu finden.

Bei der Prüfung, ob eine angemessene Nachteilsausgleichsmaßnahme angeboten werden kann, achtet die zuständige Stelle auf Gleichwertigkeit zur üblicherweise zu erbringenden Leistung und Umsetzbarkeit. Dies kann dazu führen, dass es teilweise nicht möglich sein wird, eine geeignete, das heißt insbesondere gleichwertige, und organisatorisch umsetzbare Nachteilsausgleichsmaßnahme anzubieten.

Die Entscheidung wird Ihnen in der Regel per stu-Mail mitgeteilt. Bei positiven Entscheidungen sind ggf. im nächsten Schritt die organisatorischen Details mit der Lehrperson zu besprechen.

Beispiele für Nachteilsausgleichmaßnahmen sowie einzureichende Nachweisunterlagen

  • Technische Probleme wie eine unzureichende Netzabdeckung oder fehlende technische Ausstattung:  Ist es nicht möglich, einen Nachweis einzureichen, versuchen Sie bitte, die Einschränkungen plausibel darzustellen. Nach Möglichkeit wird Ihnen eine gleichwertige Ersatzleistung angeboten, die zur Kompensation von Fehlzeiten geeignet ist, oder bspw. bei Prüfungen, sofern es sich organisatorisch einrichten lässt, ein Präsenztermin.
  • Angehörige*r einer Risikogruppe: Bitte reichen Sie eine ärztliche Bescheinigung über die Risikogruppenzugehörigkeit ein. Für Präsenzprüfungen wird Ihnen nach Möglichkeit ein separater Raum zur Verfügung gestellt.
  • Akute respiratorische Symptome: Informieren Sie sich bitte zunächst anhand des Schnupfenplans und nehmen Sie bitte Kontakt mit der Lehrperson auf. Dürfen Sie an einer Prüfung nicht teilnehmen, reichen Sie bitte eine ärztliche Bescheinigung schnellstmöglich beim zuständigen Prüfungsamt ein, ansonsten bei der Lehrperson. Nach Möglichkeit wird Ihnen eine gleichwertige Ersatzleistung angeboten, die zur Kompensation von Fehlzeiten geeignet ist, oder z.B. bei Prüfungen, sofern es sich organisatorisch einrichten lässt, ein Präsenztermin zu einem späteren Zeitpunkt.
  • Quarantäne: Bitte reichen Sie einen geeigneten Nachweis ein, z.B. behördlicher Bescheid oder Schriftverkehr mit einer Behörde. Nach Möglichkeit wird Ihnen eine Ersatzleistung ohne Präsenz, eine virtuelle Teilnahme an einer Veranstaltung oder ein Termin zu einem späteren Zeitpunkt angeboten.
  • Ein- und Ausreiseverbot: Bitte reichen Sie einen geeigneten Nachweis ein. Nach Möglichkeit wird Ihnen eine Ersatzleistung ohne Präsenz, eine virtuelle Teilnahme an einer Veranstaltung oder ein Termin zu einem späteren Zeitpunkt angeboten.
  • Schwangere: Reichen Sie bitte Ihren Mutterpass oder ärztliche Belege ein. Nach Möglichkeit wird Ihnen ein separater Raum zur Verfügung gestellt.

Bitte beachten Sie, dass sich aus den oben genannten Beispielen kein Anspruch auf Gewährung der beispielhaft genannten Maßnahmen ergibt. Sollte Ihnen keine geeignete Nachteilsausgleichsmaßnahme angeboten werden können, weichen Sie bitte auf die Prüfungsmöglichkeiten der folgenden Prüfungszeiträume aus oder belegen Sie das Modul zu einem späteren Zeitpunkt.