Aufgaben und Schwerpunkte des Instituts für Kirchengeschichte

"Kirchengeschichte" umfasst die Geschichte des Christentums, seiner Institutionen, Lehren und Gestalten in ihren historischen Zusammenhängen von der Antike bis in die Gegenwart. Das Fach kann in einem umfassenden Sinn theologische Bildung vermitteln. Es dient der Vertiefung christlicher Identität vor dem Hintergrund ihrer Geschichte. Als theologische Disziplin sieht die Kirchengeschichte ihre besondere Aufgabe darin, durch das Studium der Geschichte zur theologischen Urteilsbildung anzuleiten.

Von Anfang an dabei

Kirchengeschichte wurde seit den Anfängen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gelehrt. Einen eigenen Lehrstuhl in der Theologischen Fakultät erhielt die Disziplin, ein weiterer wurde angesichts der wachsenden Erfordernisse 1958 eingerichtet. Er ist gegenwärtig mit einer Professur für Kirchen- und Religionsgeschichte des Ersten Jahrtausends besetzt.

Interdisziplinarischer Austausch

Traditionsgemäß bestehen enge und gute Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen insbesondere der Philosophischen Fakultät, zu Zentren in der Universität (Osteuropa-Zentrum) und zum Verein für Schleswig-Holsteinische Kirchengeschichte. Die Kirchengeschichte Schleswig-Holsteins wird durch Lehrbeauftragte unterrichtet.

Studierende beteiligen sich an Forschungsarbeiten

In der gegenwärtigen Forschungsarbeit des Instituts, an der die Studierenden in Seminaren teilnehmen können, liegen die Schwerpunkte der Arbeit im Bereich der Alten Kirche auf der Entwicklung von Caritas, Diakonie und Wohlfahrtswesen in der Spätantike sowie dem Pilgerwesen; im Bereich der neueren Kirchengeschichte auf der Theologie der Reformation, insbesondere Luthers und Melanchthons, auf Fragen der Frömmigkeitsgeschichte und der Konfessionskunde sowie der Kirchengeschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert.