Dr. Stephanie Gripentrog-Schedel

Lektorat Fach Religionswissenschaft / Diversitätsbeauftragte, stellv. Familienbeauftragte

Leibnizstraße 4, 24118 Kiel, R. 114
Telefon: +49 (0)431-880-2393
s.gripentrog@email.uni-kiel.de

Sprechzeiten während des Wintersemesters 2019/2020:
Mittwochs 9:00-10:00

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Vita

seit März 2018 
Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Fachbereich Religionswissenschaft an der Theologischen Fakultät der CAU Kiel

April 2016 - Feb. 2018 
Mentee im Rahmen des Mentoring-Programms für Postdoktorandinnen und Juniorprofessorinnen an der Universität Greifswald

Dez. 2017
positive Evaluation der Juniorprofessur für empirische Religionswissenschaft, Universität Greifswald

April 2015 - Feb. 2018 
Juniorprofessorin für empirische Religionswissenschaft (ohne Tenure Track) an der Theologischen Fakultät der Universität Greifswald

Feb. 2015 - Sep. 2017 
Lehrbeauftragte für Religionswissenschaft der Theologischen Fakultät an der Universität Bonn

Okt. 2014 - Feb. 2015
Wiss. Mitarbeiterin und Mit-Koordinatorin zur Beantragung eines Marie Curie Innovative Training Network (ITN), Theologische Fakultät der CAU Kiel

Okt. 2014 - Aug. 2016
Lehrbeauftragte für Religionswissenschaft an der Universität Köln

Feb. 2013 - Dez. 2014 
Koordinatorin des Doktoratsprogramms Religionswissenschaft Basel – Zürich, Schweiz

Sept. - Dez. 2013
Vertretung Assistenz für Religionswissenschaft im Fachbereich Religionswissenschaft an der Universität Basel, Schweiz

Juni 2013 
Promotion im Fach Religionswissenschaft, Universität Basel, Schweiz.
Thema der Dissertation: Anormalität und Religion. Zur Entstehung der Psychologie im Kontext der europäischen Religionsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts 

April 2010 - März 2013
Wiss. Mitarbeiterin beim SNF (Schweizer Nationalfonds)-geförderten Forschungsprojekt „Religionskonzepte und deren ‚Verwissenschaftlichung' in der akademischen Religionsforschung und den benachbarten Diskursen im 19. und frühen 20. Jahrhundert“, verantwortlich für das Teilprojekt zur Religionspsychologie, Universität Basel, Schweiz

Okt. 2006 - Jan. 2012
Assistentin für Religionswissenschaft im Fachbereich Religionswissenschaft an der Universität Basel, Schweiz

Okt. 2005 - Sept. 2006
Assistentin für Religionswissenschaft im Fachbereich Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Mai 2005 - Sept. 2005
Sekretärin am Institut für Neues Testament, Ludwig-Maximilians-Universität München

April 2005 - Juli 2005
Lehrbeauftragte für Religionswissenschaft im Fachbereich Religionswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Sept. 2004 - Dez. 2005
Freischaffende Mitarbeiterin im Goethe Institut in München, Betreuung einer Internetseite zum Thema „Fortschritt und Religion“

Herbst 2001
Lehrbeauftragte an der Volkshochschule München

Nov. 1999 - Jan. 2005
Studium der Religionswissenschaft (HF), Philosophie (NF) und Neuen und Neuesten Geschichte (NF) an der Ludwig-Maximilians-Universität in München

Publikationen

Monographien

Anormalität und Religion. Zur Entstehung der Psychologie im Kontext der europäischen Religionsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (Diskurs Religion 12), Würzburg 2016.

In Vorb.: zusammen mit D. Atwood, D. Johannsen, J. Mohn: Genres der Verwissenschaftlichung von Religion. Grenzgänge & Disziplinierungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Publikation im Ergon-Verlag, Reihe Diskurs Religion. 

Herausgeberschaften

In Vorb.: zusammen mit E. E. Popkes und J. Kugele (Hg.): Grenzarbeiten auf der Nulllinie. Nahtoderfahrungen in interdisziplinärer Perspektive, Göttingen 2018.

M. Luiselli, S. Gripentrog, J. Mohn (Hg.): Kult und Bild. Die bildliche Dimension des Kultes im Alten Orient, in der Antike und in der Neuzeit (Diskurs Religion 1), Würzburg 2013. 

J. Frey, D. Schwartz, S. Gripentrog (Hg.): Jewish Identity in the Greco-Roman World (Ancient Judaism and Early Christianity 71), Leiden 2007. '

Aufsätze

In Vorb. (Manuskript liegt vor): Zur Psychologie von Nahtoderfahrungen in religionswissenschaftlicher Perspektive, in: E. E. Popkes, S. Gripentrog, J. Kugele (Hg.): Grenzarbeiten auf der Nulllinie. Nahtoderfahrungen in interdisziplinärer Perspektive, Göttingen 2019. 

Response to Hermann, in: L. Dorrough Smith u.a. (Hg.): Hijacked! - A Critical Treatment of the Public Rhetoric of 'Good' and 'Bad' Religion. Equinox eBooks Publishing, United Kingdom. p. Feb 2019. 

in Vorb.: Mapping the Boundaries between Science and Religion: Psychology, Psychiatry and Near-Death Experiences, in: D. Lüddeckens, M. Schrimpf (Hg.): Entanglement of Religion and Medicine in Modern Societies (Reihe Religionswissenschaft), Bielefeld 2018. 

im Druck: Der 'Arabische Frühling' der Medien, in: R. Rosenstock, I. Sura (Hg.): Mediatisierung und religiöse Kommunikation, Freiburg i. Br. 2018. 

Der Psychologe und die Seherin. Religionswissenschaftliche Analysen zur Interferenz von Psychologie- und Religionsgeschichte am Beispiel der Seherin von Genf, in: L. Greisinger u.a. (Hg.): Religion und Wahnsinn um 1900: Zwischen Pathologisierung und Selbstermächtigung, Würzburg 2017, S. 43-67. 

In Vorb. (Manuskript liegt vor): zusammen mit D. Atwood, D. Johannsen, J. Mohn: Disciplining Scholars of Religion. Politics of Scientificity at the First Congresses for the Academic Study of Religion, eingereicht zum peer review bei Religion.

Vom Mesmerismus zur Hypnose. Schlaglichter auf die Geschichte einer religionsverdächtigen Praxis im 19. Jahrhundert, in: Sziede, Maren; Zander. Helmut (Hg.): Von der Dämonologie zum Unbewussten. Die Transformation der Anthropologie um 1800, Berlin 2015, S. 233-253.

Mit A. Hermann: Religiöse Kollektive? Einleitende Überlegungen zum Verhältnis Kollektiv, Narration und Religion, in: Brahier, Gabriela; Johannsen, Dirk (Hg.): Konstruktionsgeschichten. Narrationsbezogene Ansätze in der Religionsforschung (Diskurs Religion 2), Würzburg 2013, 223-229.

Religiöse Dimensionen der Staatsgründungen Israels und der Türkei. Zur narrativen Konstruktion kollektiver Identität, in: G. Brahier, D. Johannsen (Hg.): Konstruktionsgeschichten (Diskurs Religion 2),Würzburg 2013, 231-249.

Rudolf Otto im Kontext der Entstehungsgeschichte der Religionspsychologie, in: Matern, Harald; Dietz, Thorsten (Hg.): Rudolf Otto. Religion und Subjekt, Zürich 2012, 155-176.

Lexikonartikel
In Vorb.: Art. Mental Disorder, Christianity, Modern Europe and America, in: Encyclopedia of the Bible and its Reception, Berlin u.a. 2018.
Art. Adventisten, in: Taschenlexikon für Religion und Theologie, 5. kompl. ern. u. erw. Ausg., Göttingen 2007.
Art. Satanismus, in: Taschenlexikon für Religion und Theologie, 5. kompl. ern. u. erw. Ausg., Göttingen 2007.
Art. Synkretismus, in: Taschenlexikon für Religion und Theologie, 5. kompl. ern. u. erw. Ausg., Göttingen 2007.

Rezensionen
Rez.: Lucia Traut, Annette Wilke (Hg.): Religion – Imagination – Ästhetik. Vorstellungs- und Sinneswelten in Religion und Kultur, Göttingen 2015, in: Theologische Revue2015.
Rez.: Dorothea Lüddeckens, Rafael Walthert (Hg.): Fluide Religion. Neue religiöse Bewegungen im Wandel. Theoretische und empirische Systematisierungen, Bielefeld 2010.
Rez.: Peter Kaiser: Religion in der Psychiatrie. Eine (un)bewusste Verdrängung?, Göttingen 2007, in:Basler Theologische Zeitschrift 4, 2009, 379-380. 

Sonstiges
Mit Anja Kirsch: Herausgeberschaft des vierten Beilagenheftes der Reformierten Presse: Prospektiv. Religionswissenschaftliches und Theologisches aus Basel., Titel: Grenzen der Religion(en) – religiöse Grenzen, Zürich 2010.
Mit Alexander Heit: Herausgeberschaft des zweiten Beilagenheftes derReformierten Presse: Prospektiv. Religionswissenschaftliches und Theologisches aus Basel., Titel: Autorität und Freiheit, Zürich 2008.

Lehrveranstaltungen

Zu den Lehrveranstaltungen im Univis

Forschung

Die im Folgenden genannten Themenfelder bilden die Schwerpunkte meiner Forschung:

Religion und Revolution
Der sogenannte ‚Arabische Frühling‘ hat die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse im Nahen und Mittleren Osten grundlegend verändert. In westlichen Medien wurden die Ereignisse seit 2011 dabei zunächst positiv als Schritt hin zu einer Demokratisierung gewertet.
Die weiteren Entwicklungen verliefen dann jedoch sehr unterschiedlich: Sie reichten von der erfolgreichen Verabschiedung einer demokratisch geprägten Verfassung in Tunesien über die Restauration des alten Systems und einem erneuten Verbot der Muslimbrüder als terroristischer Vereinigung in Ägypten bis hin zum drohenden Staatszerfall in Syrien bei gleichzeitig steigender Einflussnahme radikal-islamischer Strömungen wie dem IS.
Mein Forschungsinteresse galt in diesem Zusammenhang bislang vor allem der medialen Rezeption der besagten Ereignisse im deutschen und europäischen Kontext mit besonderem Fokus auf der Darstellung von Religion. These ist, dass bereits bestehende Narrative von ‚Revolution‘ die europäische Rezeption und mediale Darstellung der Ereignisse im Nahen und Mittleren Osten 2011 und danach maßgeblich prägten und ‚Religion‘ und ‚Revolution‘ in ein ganz spezifisches Verhältnis zueinander setzten.

Im Rahmen meines Habilitationsprojektes möchte ich dieser Frage weiter in Richtung einer vergleichenden Analyse von Skripten von Revolution nachgehen. Die Überlegungen hierzu nehmen (vgl. hierzu auch Keith M. Baker, Dan Edelstein: Scripting Revolution, Stanford 2015) von der Annahme ihren Ausgang, dass Akteure von Revolutionen maßgeblich durch die Bezugnahme auf bereits bestehende Narrative von Revolution geprägt sind. Diese beeinflussen als Skripte auch das jeweils aktuelle Geschehen. Das Konzept vom Skript eröffnet daher eine äußerst interessante und vergleichend angelegte Perspektive für die religionswissenschaftliche Analyse des Verhältnisses von Religion und Revolution.

Anormalität und Religion
Was verstand man im 19. und frühen 20. Jahrhundert unter Anormalität? Wie ließ sie sich psychologisch, aber auch religiös jeweils erklären? Wie wurde sie behandelt, wer war für sie zuständig und wo waren die Orte, an denen ihre Bearbeitung vollzogen wurde? Und wie lässt sich die Kategorie der Anormalität auch religionstheoretisch ausloten?
Ziel dieser Forschungen zur Frage nach Anormalitätsdiskursen im Rahmen meines 2013 abgeschlossenen Dissertationsprojekts ist die Beschreibung der Entstehungsgeschichte der Psychologie und Psychiatrie als Teil der europäischen Religionsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Im Zentrum des Interesses stehen dabei vor allem die religiösen Dimensionen dieses Verwissenschaftlichungsprozesses, der am Beispiel von Anormalitätsdiskursen und unter Bezugnahme auf T. Gieryns Konzept der ‚Grenzarbeiten‘ genauer analysiert wird.
Die diskursanalytische Perspektivierung des Themas zielt darauf, unterschiedliche Praktiken der Herstellung von wissenschaftlichen ebenso wie religiösen Geltungsansprüchen zu analysieren und ihre gegenseitige Verwobenheit in diesem Zeitraum aufzuzeigen.

Psychologie und Religion
Im Zusammenhang mit meinen eher historisch ausgerichteten Forschungen zu Anormalität und Religion sowie der Geschichte der Verwissenschaftlichung des Religionsbegriffs stehen auch meine Arbeiten zur Frage nach dem Verhältnis von Psychologie und Religion. Dabei geht es jedoch nicht um eine (religions)psychologische Herangehensweise an den Gegenstand Religion, sondern um eine religionswissenschaftliche Beschreibung des gegenwärtigen Verhältnisses von psychologischen und religiösen Diskursen.
Themenfelder anhand derer sich diese Frage aus meiner Sicht beispielhaft konkretisieren lässt, sind die gegenwärtige Therapieszene im deutschsprachigen Raum, das Feld der sogenannten Transpersonalen Psychologie sowie die Debatten um sogenannte Nahtoderfahrungen. Insbesondere wenn nach neuen, nicht mehr institutionalisierten Formen von Religion in der gegenwärtigen Gesellschaft gefragt wird, sind diese Felder aus meiner Sicht hochgradig potentialreich für religionswissenschaftliche Forschung. Aus diesem Interesse ergibt sich für mich konkret etwa die Zusammenarbeit mit dem DVRW Arbeitskreis Religion und Medizin, die Ausrichtung einer Tagung und die Publikation eines Sammelbandes zum Thema Nahtoderfahrung sowie verschiedene Publikationen im besagten Themenfeld.

Geschichte des Religionsbegriffs
Ein reflektierter und explizit gemachter Religionsbegriff ist die conditio sine qua non für religionswissenschaftliche Forschung. Hierzu kann die Historisierung des Begriffes einen wesentlichen Beitrag leisten. Anknüpfend an die Arbeiten von Ernst Feil (Religio 1-4) wurde von 2010-13 daher ein gemeinsames, vom Schweizerischen Nationalfonds gefördertes Forschungsprojekt (mit Prof. Dr. J. Mohn, Ass. Prof. D. Johannsen und D. Atwood) zur Geschichte des Religionsbegriffs durchgeführt: „Religionskonzepte und deren ‚Verwissenschaftlichung‘ in der akademischen Religionsforschung und den benachbarten Diskursen im 19. und frühen 20. Jahrhundert“. Auf der Grundlage von für die bisherige Religionsforschung eher randständiger Textsorten –  psychiatrischen Klassifikationen und Fallgeschichten – arbeite ich dabei den psychologisch geprägten Religionsdiskurs in diesem Zeitraum heraus. Eine gemeinsame Publikation zum Thema unter dem Titel Genres der Verwissenschaftlichung von Religion. Grenzgänge und Disziplinierungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert ist momentan in Arbeit. 

Ämter und Funktionen

  • Diversitätsbeauftragte
  • Praktikumsbeauftragte Master Religion und Ethik