Homiletik

Die Predigt eröffnet und fördert eine Begegnung zwischen einem biblischen Text und Menschen von heute. Sie zeigt Wege auf, biblische Texte in ihrer Bedeutung für das Leben heute zu erschließen und von ihnen anregende Impulse zu erhalten.

Die Predigt soll unseres Erachtens den Hörenden nicht vorgeben, was sie zu denken, zu glauben oder zu tun haben, sondern ihnen die Möglichkeit eröffnen, ihre eigenen Erfahrungen mit und Entdeckungen in der Bibel zu machen. hier weiterlesen

Dafür sind lebendige und methodisch variantenreiche Formen der Predigt hilfreich, die wir fördern möchten. Die homiletischen Seminare regen zur Auseinandersetzung mit der Rolle als Predigerin oder Prediger an, vermitteln handwerkliche Grundlagen des Predigens und laden zur Erprobung lebendiger Verkündigung ein.

Eine Besonderheit dieser Professur ist, dass das homiletische Proseminar häufig zu der „kleinen Form“ öffentlicher Verkündigung der Radioarbeit hinführt, die im NDR-Studio begleitet und aufgenommen wird. Das homiletische Hauptseminar findet in der Universitätskirche statt. Besonders wichtig ist uns dabei die Einübung eines kollegialen konstruktiven und wertschätzenden Feedbacks, das die Grundlage gemeinsamen Lernens bildet.

Gegenwärtig entsteht an dieser Professur eine Dissertation, die sich mit der Kommunikation des Evangeliums mit armen Menschen befasst.

Literatur, die diesen Ansatz ausführlicher darstellt:

  • Uta Pohl-Patalong; „…doch ja nicht Lesewort…, sondern eitel Lebewort…“ Homiletische Inspirationen Martin Luthers für heutiges Predigen, in: Alexander Deeg (Hg.): Aufbruch zur Reformation, Leipzig 2008, 49-64