Prof. Dr. phil. Hartmut Rosenau

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Lehrveranstaltungen

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Forschung

Das Forschungsinteresse der Professur für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Dogmatik (Prof. Dr. Hartmut Rosenau)  gilt der Ausarbeitung einer sapientialen Dogmatik im Anschluss an Traditionen alttestamentlicher Weisheitstheologie. Sie nimmt die gegenwärtigen Erfahrungen von Gottesferne auf und versucht entsprechend den Umgang mit traditionellen Glaubensinhalten auch im Blick auf eine angemessene Form ihrer Vermittlung in einer „postchristlichen“ Zeit neu zu gestalten. Nach einer allgemeinen Grundlegung konzentriert sich nun die Forschung auf das mit der Erfahrung von Gottesferne eng verbundene Theodizeeproblem und seine mögliche Lösung.

Vor diesem Hintergrund geht Dr. phil. Kinga Zeller (wiss. Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Rosenau) in ihrem Habilitationsprojekt den anthropologischen bzw. existenzialen Voraussetzungen für ein angemessenes Verständnis der reformatorischen Rechtfertigungslehre nach, um hier auch konfessionsspezifische Kontroversen zwischen Monergismus und Synergismus oder passivsicher und aktivischer Konstitution des Menschseins im weiterführenden Anschluss an aktuelle Gabe-Theorien zu überwinden.
Im weiteren Umfeld des hier entwickelten sapientialen Ansatzes in der Dogmatik werden z. Zt. sieben Dissertationen angefertigt, die sich mit einer Apologie der christlichen Trinitätslehre im Blick auf den unterreligiösen Dialog zur Begründung von Toleranz und Versöhnung (Rahmadwati Yu-Riemer), mit einer Prüfung von Feuerbachs Religionskritik angesichts gegenwärtiger anthropologischer Diskurse (Dinerzad Bauer), mit christlichen Wiedergeburts-Vorstellungen (Hinnerk Husmann) und eschatologischen Konzepten von Essentifikation (Christian Krause), mit Aspekten der Theodizee-Problematik (Yasmin Donath) sowie mit einer religionstheologischen Aufarbeitung christlogischer Kontroversen (Moriz Käppel) beschäftigen.
Ein weiterer, neu hinzu gekommener Schwerpunkt ist die Verbindung von Themen einer sapientialer Dogmatik mit Entwürfen eines „weltlichen“ Redens von Gott in der Theologie Dietrich Bonhoeffers. 

Ämter und Funktionen

  • Mitglied im Fakultätskonvent der Theologischen Fakultät
  • BAföG Beauftragter
  • Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • 1. Vorsitzender der Internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft, deutschsprachige Sektion (ibg) (seit September 2018)

Vita

Lebenslauf Rosenau, Hartmut, Prof. Dr. phil.

(Stand: September 2018)  

6. 9. 1957: geboren in Stipshausen / Kreis Bernkastel

1964 – 1967: Besuch der Evangelischen Johann-Hinrich-Wichern-Schule (Volks-, bzw. Grundschule) in Krefeld

1967 – 1977: Besuch des neusprachlichen Gymnasiums am Moltkeplatz in Krefeld; Abschluss mit der allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Parallel zum Besuch des Gymnasiums von 1975 – 1977 Schüler der Jugendmusikschule in Krefeld im Rahmen einer studienermöglichenden Fachausbildung in den Fächern: klassische Gitarre, Querflöte, Orchester und Musiktheorie.

1977 – 1982: Studium der Evangelischen Theologie, Philosophie und der Erziehungswissenschaften an der Bergischen Universität – GHS – Wuppertal mit dem Abschluss des Ersten Staatsexamens für das Lehramt für die Sekundarstufe II. Sept. 1979 – Aug. 1982 studentische Hilfskraft und Tutor bei Prof. Dr. Ulrich Browarzik, Ev. Theologie (Schwerpunkt: Systematische Theologie und Religionsphilosophie).

Sept. 1982 – März 1985: Wissenschaftliche Hilfskraft und Tutor bei Prof. Dr. Ulrich Browarzik; Anfertigung einer Dissertation zum Thema: „Die Differenz im christologischen Denken Schellings“ (die Dissertation erhielt 1985 den 1. Förderpreis der Gesellschaft der Freunde der Bergischen Universität); 1982 – 1984 Promotionsstipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes; am 18. 10. 1984 Promotion zum Dr. phil.

April 1985 – Sept. 1994: Wissenschaftlicher Assistent im Fach Ev. Theologie der Bergischen Universität – GHS – Wuppertal bei Prof. Dr. Martin Schloemann (Schwerpunkt: Systematische und Historische Theologie); Anfertigung einer Habilitationsschrift zum Thema „Allversöhnung. Ein transzendentaltheologischer Grundlegungsversuch“, vorgelegt der Theologischen Fakultät der Philipps-Universität Marburg. Am 12. 7. 1991 Habilitation im Fach Systematische Theologie, am 16. 10. 1991 Ernennung zum Privatdozenten für Systematische Theologie.

1991 – 1994: Vertretungsprofessuren und Lehraufträge für Systematische Theologie an den Universitäten Marburg, Wuppertal und Hamburg.

Okt. 1994 – Sept. 2000: Universitätsprofessor (C 4) für Evangelische Theologie / Systematische Theologie an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg GH.

Okt. 2000 – lfd. Universitätsprofessor ( C 4) für Systematische Theologie mit dem Schwerpunkt Dogmatik und Direktor am Institut für Systematische Theologie  an der Christian-Albrechts-Universität Kiel, 2001 - 2011: neben dem Rechtsmediziner Prof. Dr. Dr. Hans-Jürgen Kaatsch Sprecher des dortigen interfakultären Zentrums für Ethik; von Juli 2006 bis Juli 2008 sowie von Juli 2010 bis Juli 2011: Dekan der Theologischen Fakultät. Von Juli 2008 bis Juli 2012 Mitglied des Senats der Universität Kiel. Von Juli 2014 bis Juli 2016 Studiendekan der Thelogischen Fakultät.

27. 11. 2005: Ordination zum Pastor im Ehrenamt (Universitätskirche der Christian-Albrechts-Universität Kiel) der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (jetzt: Nordkirche).

Sommersemester 2017: Lehrauftrag Systematische Theologie, Europa Universität Flensburg

Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Theologie, Sektion Systematische Theologie, der Internationalen Schelling-Gesellschaft, der Luther-Gesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Religionsphilosophie, der European Society for Philosophy of Religion, seit 1992 ord. Mitglied und von Okt. 2002 bis Okt. 2007 Erster Vorsitzender des Theologischen Arbeitskreises Pfullingen e.V. (TAP).
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der deutschen Sektion der Int. Bonhoeffer-Gesellschaft
Vertrauensdozent der Studienstiftung des deutschen Volkes an der Christian-Albrechts-Universität Kiel. 
Mitglied und Referent der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft (SHUG).

1. Vorsitzender der Internationalen Bonhoeffer-Gesellschaft, deutschsprachige Sektion (ibg) (seit September 2018)