FAQ zum Einstieg ins Studium an der Theologischen Fakultät der CAU Kiel

Muss ich mich für ein Studium an der Theologischen Fakultät bewerben?

Nein. Die Studiengänge der Theologischen Fakultät (Evangelische Theologie [DKA], Evangelische Religionslehre [BA/MEd] sowie Religion und Ethik [MA]) sind zulassungsfrei, Sie müssen sich also nur an der CAU dafür einschreiben. Die Termine und Informationen zu den notwendigen Unterlagen finden Sie auf den Seiten der Zentralen Studienberatung. Die Erfassung Ihrer Grunddaten geschieht über ein Online-Portal.

Wo finde ich die Theologische Fakultät der CAU Kiel?

Die Anschrift der Fakultät lautet: Leibnizstraße 4, 24118 Kiel.

Im 1. Stock finden Sie die Büros der Dozentinnen und Dozenten, die Sekretariate sowie die Geschäftsstelle; im 2. Stock liegt die Fachbibliothek; die Seminarräume befinden sich im Kellergeschoss bzw. 3. Stock.

Gibt es an der Theologischen Fakultät Orientierungsveranstaltungen für Erstsemesterstudierende?

Jedes Wintersemester bieten wir in der Woche vor Vorlesungsbeginn Orientierungsveranstaltungen für Erstsemesterstudierende an.

Eine Übersicht über die angebotenen Orientierungsveranstaltungen finden Sie hier und unter  aktuelle Veranstaltungen.

Welche Sprachen sind für das Studium des Fachs Evangelische Religionslehre erforderlich?

Sie benötigen Latein im Umfang des sog. „KMK-Latinums“ und Altgriechisch, welches Sie durch ein KMK-Graecum nachweisen. Sie sind Voraussetzung für den Besuch vieler Proseminare und gerade in den exegetischen Fächern das Handwerkszeug zum Theologie treiben.

Welche Sprachen sind für das Theologiestudium erforderlich?

Latein, Altgriechisch und Biblisches Hebräisch. Sie sind Voraussetzung für den Besuch vieler Proseminare und gerade in den exegetischen Fächern das Handwerkszeug zum Theologie treiben. Sehr viele Studierende müssen alle drei Sprachen im Studium erlernen. Mit etwas Fleiß ist dies durchaus machbar und sollte Sie nicht abschrecken! 

Wie werden die erforderlichen Sprachkenntnisse nachgewiesen und wo kann ich die Sprachen an der Uni nachholen?

Für Latein benötigen Sie das sog. „KMK-Latinum“ (KMK=Kultusministerkonferenz). Wenn Sie aus der Schule ein Latinum mitbringen, ist dies in der Regel entweder das KMK- oder sogar das Große Latinum. Dies mit Datum in Ihrem Abiturzeugnis vermerkt. Nur wenn explizit „Kleines Latinum“ vermerkt ist, müssen Sie noch den Latein-Lektürekurs belegen und die Prüfung absolvieren.
Altgriechisch wird durch ein klassisches Graecum nachgewiesen. Am Institut für Klassische Altertumskunde können Sprachkurse belegt werden, die gezielt auf das KMK-Latinum sowie das Graecum vorbereiten. Bitte informieren Sie sich auf den Seiten des Instituts für Klassische Altertumskunde über die verschiedenen Möglichkeiten von Sprachkursen im Semester bzw. Intensiv- oder Ferienkursen zum Erwerb von Latinum und Graecum.

Biblisches Hebräisch weisen Sie durch das Hebraicum nach, das Sie nach einem erfolgreich besuchten Sprachkurs an der Theologischen Fakultät erhalten. Sie finden statt als Ferienkurs von ca. Mitte August bis Ende Oktober und als Semesterkurs nur im Wintersemester. Möchten Sie vor Ihrem ersten Semester bereits am Ferienkurs Hebräisch teilnehmen, ist dies ohne weiteres möglich, auch wenn Sie noch nicht immatrikuliert sind. Kommen Sie einfach zur ersten Sitzung.

Ob Sie mehr von Intensiv- bzw. Ferienkursen profitieren oder die Sprachen lieber extensiv im Semester lernen und vermehrt andere Veranstaltungen parallel belegen, müssen Sie für sich entscheiden. Wenn irgend möglich, sollten Sie es jedoch vermeiden, mehrere Sprachen parallel zu lernen. Grundsätzlich gilt, dass Sie Latein vor Griechisch lernen sollten, und dass Ferienkurse sehr zu empfehlen sind, da sie das Semester entlasten. Ohne Ferienkurse benötigen Sie sonst im Regelfall fürs Latinum drei und fürs Graecum zwei Sprachkurse bzw. Semester.

Wo finde ich das Lehrveranstaltungsangebot der Theologischen Fakultät?

Alle Veranstaltungen sind im sog. UnivIS verzeichnet.

Ebenso hängen die Ankündigungen bei der Bibliothekspforte aus (LS4, 2. OG).

Was ist UnivIs?

UnivIs ist das Informationssystem der Universität Kiel. Hier finden Sie das digitale Vorlesungsverzeichnis, in dem alle Lehrveranstaltungen der Universität gelistet sind. Zudem bietet UnivIs einen Veranstaltungskalender und ein Personen- und Einrichtungsverzeichnis. 

UnivIs ist für Sie die Grundlage der Studienplanerstellung. Hier suchen Sie sich Ihre Lehrveranstaltungen raus und können diese praktisch als Stundenplan darstellen lassen. Das Lehrangebot der Theologischen Fakultät finden Sie hier. Zudem finden Sie auf UnivIs detaillierte Informationen zu den jeweiligen Veranstaltungen: Welchem Studiengang und welchem Modul sie zugeordnet sind, wer sie hält, wo, wann und in welcher Form sie stattfinden, wo und wie Sie sich dazu anmelden und noch vieles mehr.

Weitere Tipps zur Erstellung des Stundenplans.

Muss ich mich für Veranstaltungen anmelden?

An der Theologischen Fakultät gibt es kein einheitliche Anmeldeverfahren für Veranstaltungen. Bitte entnehmen Sie die Informationen zum Anmeldungsprozedere den Angaben zur jeweiligen Veranstaltung bei UnivIs.

Manchmal wird eine Teilnehmendenliste ins OLAT eingestellt. Mit ihrer stu-Kennung können Sie sich für diese entsprechenden Kurse eintragen.

Für Sprachkurse in Griechisch und Latein finden Sie Informationen auf den Seiten des Instituts für Klassische Altertumskunde der Philosophischen Fakultät (Leibnizstraße 8). Beachten Sie unbedingt die dort aufgeführten Anmeldetermine, da ggf. keine Wartelisten geführt werden.

Was ist OLAT?

OpenOLAT ist die zentrale Lernplattform der CAU. Studierende haben Zugang über ihre stu-Kennung des Rechenzentrums (stuXXXXX) und das entsprechende Passwort (https://www.rz.uni-kiel.de/de/studinet/)

OLAT dient der Bereitstellung von Lerninhalten, der Organisation von Lernaktivitäten und der digitalen Verwaltung von Lehrveranstaltungen. An der Theologischen Fakultät wird OLAT häufig im Rahmen des Anmeldeverfahrens für Veranstaltungen genutzt. Dafür suchen Sie bitte die jeweilige Veranstaltung im OLAT Katalog; dieser ähnelt einem Vorlesungsverzeichnis und ist nach Fakultäten bzw. Fachbereichen organisiert. Alternativ können Sie Veranstaltungen auch über die Suchmaske finden. Wenn Sie die jeweilige Veranstaltungen gefunden haben, können Sie sich für diese anmelden bzw. einschreiben. Manche Veranstaltungen habe eine begrenzte Teilnehmendenzahl; in diesem Fall kann es passieren, dass Sie auch einer Warteliste für den Kurs landen. 

Was bedeutet "synchron" und "asynchron" im Kontext digitaler Lehre?

Corona-bedingt werden aktuelle eine Vielzahl von Lehrveranstaltungen digital angeboten. In diesem Kontext werden Veranstaltungen häufig als "synchron", "asychron" oder eine Mischung aus beidem angeboten.

Synchrone Lehre bedeutet in diesem Kontext, dass  Lehren und Lernen zeitgleich (also "live") stattfindet. Ein Beispiel wäre hierfür ein Seminar in einem Online-Konferenztool wie Zoom oder BigBlueButton abzuhalten. 

Bei der asynchronen Lehre stehen die Präsentation und Aufbereitung der Lehrinhalte und Materialien im Vordergrund (bspw. bei Vorlesungen und zur Vermittlung theoretischer Inhalte). Diese können über Folien, Lernziele und Materialien für die Studierenden zum Selbststudium (z.B. über OLAT) bereitgestellt werden. 

Wann und warum muss ich eine Kirchenzugehörigkeit nachweisen?

Studierende des konfessionsgebundenen DKA-Studiengangs müssen für die Zulassung zur Diplomprüfung bzw. zur Ersten Theologischen Prüfung (auch „Examen“ und „Kirchlicher Abschluss“) einen Nachweis über die Zugehörigkeit zu einer evangelischen Kirche oder zu einer anderen Mitgliedskirche des Ökumenischen Rates der Kirchen vorlegen; über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuss (Diplomprüfungsordnung § 25 bzw. Prüfungsordnung für die Erste Theologische Prüfung § 5). Dies wird mit der Anlehnung an die EKD Rahmenordnung begründet.
 
Lehramtsstudierende müssen eine Bescheinigung über ihre Kirchenzugehörigkeit bzw. eine Vokation (siehe https://www.wegweiser-nordkirche.de/ru-in-der-nordkirche/kirchliche-bevollmaechtigungvokation.html) erst in der Bewerbung für den Vorbereitungsdienst (Referendariat) vorlegen. Dies ist notwendig, da die evangelische Kirche die inhaltliche Verantwortung für den evangelischen Religionsunterricht trägt.
 
Studierende des Masterstudiengangs „Religion und Ethik“ müssen keine Kirchenzugehörigkeit nachweisen, da es sich um einen konfessionsunabhängigen Studiengang handelt.

Wie ist das Theologiestudium (DKA) bzw. das Studium der Ev. Religionslehre (BA/MEd) in Kiel aufgebaut?

Sowohl das Studium mit dem Ziel Diplom bzw. Kirchlicher Abschluss (DKA) als auch mit dem Ziel Bachelor (und später Master) ist in Module gegliedert. Jedes Modul besteht aus zwei oder drei Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare und/oder Übungen).

Es gibt Pflichtmodule, die absolviert werden müssen und einen Wahlbereich, der im Bachelor- und Masterstudiengang kleiner und im Pfarramts-/Diplomstudiengang größer ist.

Für jedes Modul erhalten Sie Leistungspunkte, die sich nach Arbeitsaufwand bemessen: 1 LP entspricht 25-30 studentische Arbeitsstunden, wozu Präsenz in der Lehrveranstaltung, Vor- und Nachbereitung sowie die Leistungsnachweise zählen. Jedes Modul schließt mit einer Note ab.

In den BA/MEd-Studiengängen fließen diese Noten in die Berechnung Ihrer Gesamtnote ein; nicht jedoch im DKA-Studiengang. Dort absolvieren Sie stattdessen ein „Modul Grundwissen Theologie“ (statt der alten Zwischenprüfung) und legen am Ende Diplomprüfung oder Kirchliches Examen ab.

Die Modulübersichten informieren Sie über den Aufbau der Module und des gesamten Studiums, in den Modulhandbüchern finden Sie vertiefte Informationen über die einzelnen Module: Modulhandbuch DKA, BA, MEd.

Wie lange dauert das Studium Ev. Religionslehre (BA/MEd) bzw. Ev. Theologie (DKA)?

Die Regelstudienzeit für das Bachelorstudium beträgt sechs Semester; für das Masterstudium vier Semester. Im DKA-Studiengang sind zehn Semester vorgesehen; für jede nachzulernende Sprache kommt eines hinzu (jedoch max. zwei Semester).

Welche Fachprüfungsordnung gilt für mich?

Wenn Sie Ihr Studium mit dem Abschlussziel Diplom oder Kirchliches Examen zum oder nach dem Wintersemester 2010/11 in Kiel begonnen haben, studieren Sie nach der Diplomprüfungsordnung vom 15. November 2012. Wenn Sie anstelle des Diploms die Erste Theologische Prüfung in einer Landeskirche der EKD ablegen wollen, gilt für Sie zusätzlich die entsprechende landeskirchliche Prüfungsordnung.

Studierende des Fachs Ev. Religionslehre mit dem Abschlussziel BA finden die Prüfungsordnung und das Modulhandbücher sowie weitere Informationen hier.

 

Wo finde ich verbindliche Informationen zum Studienverlauf und den Pflichtveranstaltungen?

Alle nötigen Informationen hält der Bereich Studium und Lehre auf dieser Website bereit. Bitte machen Sie sich mit der Prüfungsordnung für Ihren Studiengang vertraut.

Sie finden dort auch die Modulhandbücher mit weiterführenden Informationen zu den einzelnen Modulen, sowie Vorschläge für den Studienverlauf.

Auskunft und Beratung erteilt der/die Fakultätsbeauftragte für Studienangelegenheiten der Fakultät.

Rückfragen zu technischen oder organisatorischen Abläufen, insbes. betreffend das QIS (nur BA-/MEd-MA-Studierende) können an das Prüfungsamt der Fakultät gerichtet werden. Fragen richten Sie bitte nur über Ihre Stu-Mailadresse an das Prüfungsamt, die Sie nach Ihrer EInschreibung erhalten.

 

Ich möchte Ev. Religionslehre im Zwei-Fach-Bachelor mit dem Profil Lehramt für Gymnasien oder dem Profil Wirtschaftspädagogik studieren. Welche Veranstaltungen sollte ich zuerst belegen?

Vorgesehen sind die „Einführung in die Evangelische Theologie (EvRel-BA-Ein-ÜI)“ und die Übung „Bibelkunde des Alten Testaments (EvRel-BA-Ein-ÜA)“; empfohlen wird zudem eine Übung für den Wahlpflichtbereich („EvRel-BA-WP-Ü“).

Im Vergleich zu anderen Fächern sind dies eher geringe Anforderungen. Wir haben die Zahl von Pflichtveranstaltungen jedoch absichtlich niedrig gehalten, da Sie in der Regel mindestens Griechisch, häufig auch Latein lernen müssen, Bibelkunde arbeitsaufwändig ist und Sie Gelegenheit haben sollen, nach Interesse und Neigung weitere Veranstaltungen zusätzlich zu belegen, auch wenn Sie diese nicht zum Erwerb Ihrer Leistungspunkte benötigen.

Ich möchte Theologie auf Diplom oder Kirchliches Examen studieren. Welche Veranstaltungen sollte ich zuerst belegen?

Im ersten Semester müssen Sie die „Einführung in die Evangelische Theologie (DKA-Ein- ÜI)“ besuchen; ratsam ist auch die Übung „Bibelkunde des Alten Testaments (DKA-Ein- ÜAT)“. Der DKA-Studiengang ist etwas freier gestaltet als die BA-/MEd-Studiengänge. In welcher Reihenfolge Sie die bis zur Zwischenprüfung geforderten Pflichtmodule und die entsprechende Zahl an Wahlveranstaltungen absolviert haben, liegt dort prinzipiell bei Ihnen.

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Sie für die Proseminare in den Fächern Altes und Neues Testament sowie Kirchengeschichte Hebraicum, Graecum oder Latinum mitbringen müssen. Um Ihnen die Orientierung zu erleichtern, haben wir Ihnen einige Modelle zusammengestellt, wie Sie Ihr DKA-Studium aufbauen können.