FAQ zum Zwei Fächer Bachelor/Master-Studiengang an der Theologischen Fakultät der CAU Kiel

Bitte lesen Sie sich diese FAQs aufmerksam durch, bevor Sie sich mit Ihren Fragen an das Prüfungsamt oder die/den Studiendekan*in bzw. die/den Fakultätsbeauftragte*n für Angelegenheiten der Lehre, des Studiums und der Prüfungen wenden. Unbedingt sollten Sie sich bereits zu Beginn des Studiums mit der für Ihren Studiengang gültigen Prüfungsordnung(en) und dem entsprechenden Modulhandbuch auseinandersetzen. Verlassen Sie sich nicht auf das Hörensagen von Kommiliton*innen. Dies kann Ihnen langfristig eine Menge Frust ersparen.

 

Anmerkung aus aktuellem Anlass:

Aufgrund der Änderung des Hochschulgesetzes (HSG § 52 Abs. 10) gelten seit dem Sommersemester 2017 neue Regelungen zur Anwesenheitspflicht. Die letztgültige Rechtsgrundlage Ihres Studiums ist die Fachprüfungsordnung (FPO), die sich an der Prüfungsverfahrensordnung (PVO) orientiert. Laut PVO § 8 Abs. 7 sind Lehrveranstaltungen, die eine regelmäßige Teilnahme als Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung verlangen einzeln in der Anlage der jeweiligen FPO zu kennzeichnen. In unseren FPOen sind diese Veranstaltungen mit einem * versehen. Lehrende und Studierende konnten sich darauf einigen, dass die Anwesenheitspflicht grundsätzlich für Proseminare und Übungen bestehen bleibt. In allen übrigen Veranstaltungen ist die regelmäßige Teilnahme nicht verpflichtend (aber dringend empfohlen!).

Wie ist das Studium aufgebaut?

Das Studium ist in Module gegliedert. Jedes Modul besteht aus zwei oder drei Lehrveranstaltungen (Vorlesungen, Seminare oder Übungen).
Für jedes Modul erhalten Sie Leistungspunkte, die sich nach Arbeitsaufwand bemessen: 1 LP entspricht 25-30 studentische Arbeitsstunden, wozu Präsenz in der Lehrveranstaltung, Vor- und Nachbereitung sowie die Leistungsnachweise zählen. Jedes Modul schließt mit einer Note ab. Diese Noten fließen in die Berechnung Ihrer Gesamtnote ein. Die Modulübersichten informieren Sie über den Aufbau der Module und des gesamten Studiums, in den Modulhandbüchern finden Sie vertiefte Informationen über die einzelnen Module: Modulhandbuch BA, MEd; Modulübersicht BA, MEd.

Wie lange dauert das Studium?

Die Regelstudienzeit für das Bachelorstudium beträgt sechs Semester; für das Masterstudium vier Semester. 

Darf ich auch länger studieren als die Regelzeit vorsieht?

Von Seiten der Fakultät spricht zunächst einmal nichts dagegen, insbesondere wenn Sie die zusätzliche Zeit zur Vertiefung oder Spezialisierung nutzen. Jedoch duldet das BAföG-Amt Überziehungen der Regelstudienzeit nur bei triftigen Gründen.
Dazu können ggf. Krankschreibung, Kindererziehung oder außercurriculares Engagement zählen. Informieren Sie sich unbedingt diesbezüglich, wenn Sie auf das BAföG angewiesen sind!
Überschreiten Sie die Regelstudienzeit deutlich, werden wir Sie zu einem studienberatenden Gespräch einladen, um mit Ihnen nach den Ursachen zu forschen und Ihnen zu helfen, ihr Studium abzuschließen.
 

Welche Sprachen sind für das Theologiestudium erforderlich?

Sie benötigen Latein im Umfang des sog. „KMK-Latinums“ und Griechisch, welches Sie durch ein klassisches Graecum nachweisen. Sie sind Voraussetzung für den Besuch vieler Proseminare und gerade in den exegetischen Fächern das Handwerkszeug zum Theologie treiben.

Wie werden die erforderlichen Sprachkenntnisse nachgewiesen?

Für Latein benötigen Sie das sog. „KMK-Latinum“ (KMK=Kultusministerkonferenz). Wenn Sie aus der Schule ein Latinum mitbringen, ist dies in der Regel entweder das KMK- oder sogar das Große Latinum. Dies mit Datum in Ihrem Abiturzeugnis vermerkt. Nur wenn explizit „Kleines Latinum“ vermerkt ist, müssen Sie noch den Latein-Lektürekurs belegen und die Prüfung absolvieren.
Altgriechisch wird durch ein klassisches Graecum nachgewiesen. Am Institut für Klassische Altertumskunde können Sprachkurse belegt werden, die gezielt auf das KMK-Latinum sowie das Graecum vorbereiten. Bitte informieren Sie sich auf den Seiten des Instituts für Klassische Altertumskunde über die verschiedenen Möglichkeiten von Sprachkursen im Semester bzw. Intensiv- oder Ferienkursen zum Erwerb von Latinum und Graecum.

Ob Sie mehr von Intensiv- bzw. Ferienkursen profitieren oder die Sprachen lieber extensiv im Semester lernen und vermehrt andere Veranstaltungen parallel belegen, müssen Sie für sich entscheiden. Wenn irgend möglich, sollten Sie es jedoch vermeiden, mehrere Sprachen parallel zu lernen. Grundsätzlich gilt, dass Sie Latein vor Griechisch lernen sollten, und dass Ferienkurse sehr zu empfehlen sind, da sie das Semester entlasten. Ohne Ferienkurse benötigen Sie sonst im Regelfall fürs Latinum drei und fürs Graecum zwei Sprachkurse bzw. Semester.

Darf ich auch länger studieren als die Regelzeit vorsieht?

Von Seiten der Fakultät spricht zunächst einmal nichts dagegen, insbesondere wenn Sie die zusätzliche Zeit zur Vertiefung oder Spezialisierung nutzen. Jedoch duldet das BAföG-Amt Überziehungen der Regelstudienzeit nur bei triftigen Gründen.
Dazu können ggf. Krankschreibung, Kindererziehung oder außercurriculares Engagement zählen. Informieren Sie sich unbedingt diesbezüglich, wenn Sie auf das BAföG angewiesen sind!
Überschreiten Sie die Regelstudienzeit deutlich, werden wir Sie zu einem studienberatenden Gespräch einladen, um mit Ihnen nach den Ursachen zu forschen und Ihnen zu helfen, ihr Studium abzuschließen.
 

Wie wird ein Modul abgeschlossen?

Ein Modul schließt immer mit einer Prüfungsleistung ab. Dies kann eine Hausarbeit sein, aber bspw. auch benotete Hausaufgaben, ein ausgearbeitetes Referat, eine Klausur oder eine andere schriftliche Leistung. Die meisten Prüfungsleistungen sind benotet; Ihre Lesitungen erfahren Sie über das QIS.

Wie behalte ich die Übersicht über schon besuchte bzw. noch offene Module?

Die Module im Bachelor- und Masterstudiengang werden elektronisch im QIS  verwaltet. Hierzu erhalten Sie zu Beginn des Studiums eine Einführung. 

Innerhalb welcher Fristen muss ich meine Proseminararbeiten schreiben?

Die Frist beträgt sechs Wochen und wird vom Dozierenden mitgeteilt. Seien Sie darauf hingewiesen, dass generell sechs Wochen sehr großzügig für die Abfassung einer Proseminararbeit veranschlagt sind. Der Zeitraum beginnt grundsätzlich am Montag nach Ende des ersten offiziellen Prüfungszeitraumes des jeweiligen Semesters. Studierende, die sich für den zweiten Prüfungszeitraum angemeldet haben schreiben mit den Studierenden des Folgesemester zusammen. Informationen zu den Prüfungszeiträumen finden Sie hier:
Wir empfehlen Ihnen dringend, lieber eine Arbeit konzentriert in einem Stück und weniger Zeit zu schreiben, als sie über längere Zeit hinweg „mitzuschleppen“.
 

Welche Veranstaltungen sollte ich zuerst belegen?

Vorgesehen sind die „Einführung in die Evangelische Theologie (EvRel-BA-Ein-ÜI)“ und die Übung „Bibelkunde AT (EvRel-BA-Ein-ÜAT)“; empfohlen wird zudem eine Übung für den Wahlpflichtbereich („EvRel-BA-WP-Ü“). Konsultieren Sie zur weiteren Orientierung gerne den Studienverlaufsplan .
Im Vergleich zu anderen Fächern sind dies eher geringe Anforderungen. Wir haben die Zahl von Pflichtveranstaltungen jedoch absichtlich niedrig gehalten, da Sie in der Regel mindestens Griechisch, häufig auch Latein lernen müssen, Bibelkunde arbeitsaufwändig ist und Sie Gelegenheit haben sollen, nach Interesse und Neigung weitere Veranstaltungen zusätzlich zu belegen, auch wenn Sie diese nicht zum Erwerb Ihrer Leistungspunkte benötigen.
Nutzen Sie dies: Wenn nichts Gegenteiliges vermerkt ist, dürfen Sie jede Veranstaltung der Theologischen Fakultät belegen, insbesondere solche, die als „EvRel-BA-WP-Ü“ gekennzeichnet sind. Für ihren späteren Berufsweg kann Ihnen dies nur nützen.

Ausgeschlossen ist jedoch eine Veranstaltung des MEd-Studiengangs zu besuchen, wenn kein BA-Abschluss vorliegt.
 

Wie viele LP gibt es für welchen Typ von Veranstaltung?

Leistungspunkte werden bei Abschluss eines Moduls vergeben. Zur Einschätzung des Workloads sind in der Regel für Pro- und Hauptseminare 4 LP vorgesehen, für drei- und vierstündige Vorlesungen ebenfalls 4 LP und für zweistündige Übungen 2 LP. Für einstündige Übungen erhalten Sie 1 LP, für zweistündige Vorlesungen 3 LP (auch z.B. Ringvorlesungen, sofern mit 2 SWS veranschlagt).

Welchen Umfang haben die schriftlichen Prüfungsleistungen?

Essay: 5-10 Seiten
Proseminararbeit: Unterschiedlich, je nach Fach
Hauptseminararbeit: 20-25 Seiten
 

Ich studiere sowohl im DKA-Studiengang als auch ev. Religionslehre auf Bachelor. Muss ich beide Proseminare im Fach Altes Testament besuchen?

Nein. Besuchen Sie das Proseminar mit Hebräisch für den DKA-Studiengang und lassen Sie sich dies mittels der o.g. Äquivalenzbescheinigung für den BA-Studiengang anerkennen.

Wann finden die Schulpraktika statt und kann ich diese verlegen?

Schulpraktischen Studien sind Praxisphasen an Schulen, die im Bachelor- und  im Master-Studium im Profil Lehramt verbindlich sind. Die Praktika sind integraler Bestand von Praxismodulen, haben unterschiedliche Schwerpunkte und werden durch entsprechende Lehrveranstaltungen in den jeweiligen Fachdidaktiken und der Pädagogik vorbereitet.

Praxismodul 1
Pädagogisches Praktikum
3 Wochen im Block im Anschluss an ein Wintersemester
(2. Studienjahr)

Vorbereitung in Veranstaltungen der Pädagogik

Praxismodul 2
Fachdidaktisches Praktikum
3 Wochen im Block im Anschluss an ein Wintersemester
(3. Studienjahr)
Vorbereitung in Veranstaltungen der jeweiligen Fachdidaktiken
Praxismodul 3
Master-Praktikum
4 Wochen im Block im Anschluss an ein Sommersemester
(1. Studienjahr)

Vorbereitung in Veranstaltungen der Pädagogik und in den Fachdidaktiken

Organisation sowie Anerkennung von Schulpraktischen Studien führt das Zentrum für Lehrerbildung, Büro für Schulpraktische Studien, durch. Die Bedingungen für eine erfolgreiche Teilnahme sind in der Anhang 4 der Praktikumsordnung Schulpraktische Studien geregelt.

Janine Oelkers und Sylvia Rinke sind unter  praktikumsbuero@zfl.uni-kiel.de erreichbar.

Welche Neuerungen kommen im Hinblick auf das Praxissemester auf mich zu?

Wenn Sie ihr Studium ab dem WiSe 2017/18 begonnen haben, werden Sie im 3. Mastersemester Ihr Praxissemester absolvieren. In diesem Semester besuchen Sie bis Weihnachten Lehrveranstaltungen an der Uni, haben dann im Januar noch etwas Zeit für Prüfungen und werden dann für acht Wochen in die Schule gehen. An unserer Fakultät ist für Sie in diesem Semester die fachdidaktische Lehrveranstaltung „Religiöse Heterogenität im Religionsunterricht“ (FDPf) vorgesehen, die Weihnachten abgeschlossen sein wird. Alle anderen Lehrveranstaltungen können Sie in diesem Semester nicht belegen, weil diese ja bis in den Februar hinein gehen. Das bedeutet faktisch für Sie, dass Sie weniger flexibel in Ihrem Studienverlauf sind als im Bachelor-Studiengang und Ihre Lehrveranstaltungen nicht nach eigener Wahl auf die Semester verteilen können. Am einfachsten ist es daher, wenn Sie alle Lehrveranstaltungen bis auf die für das 3. und 4. Semester vorgesehenen wirklich im 1. und 2. Mastersemester belegen. Die eine oder andere lässt sich notfalls vermutlich auch im 4. Semester nachholen (wenn sie im Sommersemester angeboten wird), bedenken Sie jedoch, dass Sie dann auch ihre Masterarbeit schreiben sollen.

Wenn Sie ihr Studium vor dem WiSe 2017/18 begonnen haben, absolvieren Sie kein Praxissemester und es gilt prinzipiell auch der bisherige Studienverlaufsplan für Sie. Allerdings wird das sich bisher über zwei Semester erstreckende Bibeldidaktikmodul jetzt in einem Semester zusammengefasst. Wenn Sie dies noch nicht belegt haben, können Sie dies gerne die Bibeldidaktikveranstaltung im Sommersemester absolvieren, müssten das Modul jedoch mit einem weiteren Fachdidaktikmodul nach eigener Wahl komplettieren. Auch die anderen Fachdidaktikmodule werden z.T. nicht mehr genau so angeboten wie es bisher der Fall war. Das ist aber insofern nicht schlimm, als wir Ihnen für alle fachdidaktischen Lehrveranstaltungen, die Sie belegen, Äquivalenzbescheinigungen ausstellen. Wenden Sie sich diesbezüglich an die Fakultätsbeauftragte*n für Angelegenheiten der Lehre, des Studiums und der Prüfungen bzw. die Studiendekan*in. Letztlich müssen Sie insgesamt vier fachdidaktische Lehrveranstaltungen nach eigener Wahl belegen und können sich daraus individuell ihre beiden FD-Module flexibel zusammenstellen.