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Altbundespräsident Joachim Gauck erhält Ehrendoktorat

29.10.2018 von 15:00 bis 17:00

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Presseinformation 14. Februar 2018:

Die Theologische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verleiht Altbundespräsident Joachim Gauck die Ehrendoktorwürde. Den Beschluss fasste der Konvent der Fakultät bereits vergangenen Oktober. Die Auszeichnung wird Gauck am 29. Oktober in einer Feierstunde an der Kieler Universität verliehen. Joachim Gauck habe in seinen historiographischen Überlegungen nicht nur Erinnerungskultur gestaltet, sondern auch theologisch intensiv über den Umgang mit Schuld nachgedacht, begründet Dekan Professor Andreas Müller die Entscheidung. Insbesondere sein auch theologisch reflektierter Umgang mit Geschichte, der in zahlreichen Ansprachen und Aufsätzen des ehemaligen Bundespräsidenten seinen Niederschlag fand, hat die Theologische Fakultät dazu bewegt, dem Altbundespräsident die Ehrendoktorwürde zu verleihen. „Darüber hinaus erscheint uns seine gesellschaftspolitische und sozialethische Beschäftigung mit der Freiheit als Grundbestand unserer demokratischen und rechtsstaatlichen Ordnung von herausragender Bedeutung. Diese deckt sich mit dem Einsatz der Kieler Theologischen Fakultät im Bereich Religion und Ethik. All dies macht Joachim Gauck zu einem sehr geeigneten und würdigen Kandidaten für diese besondere Auszeichnung unserer Fakultät“, so Müller weiter.

Auszeichnungswürdig sei auch der Einsatz des ehemaligen Pfarrers und späteren Politikers für eine Umsetzung von public theology, betont Müller. Dies passe gut zum eigenen Bemühen der Fakultät, Theologie in und für die Öffentlichkeit zu betreiben. Gauck studierte Theologie und arbeitete von 1967 bis 1989 als Pfarrer im Bereich der heutigen Nordkirche. Schon in dieser Zeit bemühte er sich um eine intensive Verbindung von Religion und Öffentlichkeit. So organisierte er 1983 und 1988 den regionalen Kirchentag für den Norden der DDR in Rostock. Dabei verknüpfte er kirchliches, politisches und öffentliches Engagement. Von 1990 bis 2000 wirkte Joachim Gauck außerdem als Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen in der später umgangssprachlich nach ihm benannten Behörde. Dabei machte er sich intensiv für einen kritischen Umgang mit der DDR-Vergangenheit stark und sprach sich gegen eine Schlußstrichmentalität und die Verdrängung belastender Fakten aus der Zeit der Diktatur aus. Von 2003 bis 2012 war er Vorsitzender der bundesweit agierenden Vereinigung „Gegen Vergessen – für Demokratie“, deren Ehrenvorsitzender er heute ist. Auch nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten 2012 setzte sich Joachim Gauck nicht nur konsequent für einen demokratisch-parlamentarischen Rechtsstaat ein, sondern forderte weiter eine lebendige, ehrliche Erinnerungskultur.

 

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
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Prof. Dr. Andreas Müller, 0431-8802124

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Ehrenpromotion Landesbischof Gerd Ulrich

01.02.2019 von 15:00 bis 18:00

Schleswig-Holstein-Saal im Kieler Landeshaus

Die Pressemitteilung finden vom 13. Juli 2018 hier:

Die Theologische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verleiht Landesbischof Gerhard Ulrich die Ehrendoktorwürde. Den Beschluss fasste der Konvent der Fakultät bereits am 23. Mai. Die Auszeichnung wird Ulrich am 1. Februar 2019 bei einer Feierstunde im Schleswig-Holstein-Saal im Kieler Landeshaus verliehen. Die Fakultät würdigt damit nicht nur Ulrichs großen Einsatz für Kirche und Theologie in einer modernen Gesellschaft, sondern auch die besondere Qualität der theologischen Aussagen des Landesbischofs. Er habe sich sowohl im Bereich der Praktischen Theologie, beispielsweise durch seine Überlegungen zu den Beziehungen zwischen Kirche und Theater, profiliert als auch eine Erinnerungskultur durch eigene Arbeiten und die Unterstützung herausragender Projekte mitgefördert.

„Außerdem hat Gerhard Ulrich das Theologiestudium in einem das übliche Maß weit überschreitenden Umfang gefördert, unter anderem durch die großzügige Gewährung von Stipendien“, betont Alt-Dekan Professor Andreas Müller. „Die Theologische Fakultät zu Kiel hat sich stets in besonderer Weise durch den Landesbischof unterstützt gefühlt“, so Müller weiter. Als erster Landesbischof der Nordkirche seit Juni 2013 und Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) seit November 2011 vertrete Ulrich die Kirche gegenüber den Ländern, ihren Parlamenten und Regierungen sowie im gesamten kirchlichen und öffentlichen Leben. Seine Predigtstätten sind der Dom zu Schwerin und der Dom zu Lübeck. Er verstehe sich dabei immer auch als Botschafter der theologischen Forschung. Diese mache er stets auf einem aktuellen Niveau bekannt, sodass die der Fakultät vorliegenden Publikationen des Landesbischofs von einem hohen theologischen Niveau zeugten. Darüber hinaus habe Ulrich sich sehr aktiv für die Aufnahme der drei Fakultäten und des Hamburger Fachbereichs in der Verfassung der neugegründeten Nordkirche eingesetzt, hieß es weiter zur Begründung.

Prof. Dr. Andreas Müller, 0431-8802391

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