Predigt Oechsle 26.05.2013

Predigt Universitätskirche Kiel – Sonntag Trinitatis

26. Mai 2013

 

Prof. Dr. Siegfried Oechsle



„Gnade sei mit Euch und Friede von dem, der da ist, der da war und der da kommt, Amen.“

 

 

Liebe Universitätsgemeinde,

der Text der Predigtordnung zum heutigen Sonntag Trinitatis steht im 4. Buch Mose, Vers 22-26:

 

22 Und der HERR redete mit Mose und sprach:

23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:

 

24 Der HERR segne dich und behüte dich;

25 der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;

26 der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

 

27 Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.

 

Es fängt also schon einmal damit an, dass das Ende am Anfang steht. Was Sie sonst als Segen am Ende des Gottesdienstes empfangen, bildet heute den Predigttext selbst. Schön, dass Sie alle sitzen geblieben sind und offensichtlich niemand reflexartig die Botschaft als Signal zum Aufbruch aufgefasst hat! Dabei wäre dieses Verhalten dem Text nicht völlig unangemessen; denn dieser älteste belegte Segen kann durchaus als eine Art Reisesegen bezeichnet werden. Das Volk Israel steht vor dem Aufbruch zur Wüstenwanderung. In dieser Situation empfängt Mose am Berg Sinai den Reisesegen durch göttliche Offenbarung. Aaron und seine Söhne werden darin als Priester eingesetzt. Das geschieht jedoch nicht als abstrakte Zuweisung einer Funktion, eines Auftrags, sondern durch die Verpflichtung auf einen Text. Hier wird etwas beurkundet, was offenbar unverrückbar feststehen soll, auch wenn Mittler und Empfänger sich auf einen langen und gefährlichen Weg machen. Über die Statik des Urkundlichen hinaus wird zudem ein Ritus begründet, zu dessen Sinn die Wiederholung wesentlich gehört.

         Mit dem aaronitischen Segen, wir er auch genannt wird, begegnet uns einer der erhabensten Texte in der Gottesdienstliturgie von Tempel und Synagoge, Kirchenraum und Kapitelsaal. Der Spruch vom Berg Sinai besitzt etwas Geheimnisvolles, das auch durch Momente von Widersprüchlichkeit geprägt zu sein scheint. Dreimal wird der Name JAWEH ausgesprochen, oder besser gesagt: auf den Namen des Unaussprechlichen wird dreimalig namentlich verwiesen. Die dreimalige Aussprache wäre streng inhaltlich geurteilt eigentlich unnötig, zumal im jüdischen Denken der Name Gottes unaussprechlich ist und er nur durch viele Namen angesprochen werden kann. Hier geht es offenbar darum, im Namen Gottes den Namen zu heiligen, den wir kennen, aber von dem wir nicht wissen können, wie er lautet.
         Ein weiteres Paradoxon besteht darin, dass vom Leuchten des Angesichts Gottes die Rede ist, ohne dass er jedoch sichtbar werden kann. Wie eine Sonne, die nie hinter dem Horizont hervorkommt und deren Leuchten doch sichtbar ist – aber was genau leuchtet dann für uns, worin spiegelt es sich wider?

         Auch zwischen der Unmittelbarkeit der göttlichen Segensmacht und der Mittelbarkeit der Mitteilung und der Ausübung besteht ein seltsamer Gegensatz. Gott spricht zu Mose, der wiederum zu Aaron und seinen Söhnen, die wiederum zum Volk Israel, damit am Ende dann doch Gott selbst den Segen spendet.

         Die Form des Spruches trägt zum seinem geheimnisvollen Charakter maßgeblich bei. Er besteht aus drei Sätzen, die formal und inhaltlich zueinander parallele Verläufe beschreiben. Dreimaliger Fixpunkt ist ausdrücklich der JAWEH-Namen, der das Subjekt von je zwei Doppelsätzen bildet. Im Hebräischen besteht die erste Zeile aus drei Wörtern, die zweite aus fünf und die dritte aus sieben – als sollte das Moment von Vermehrung und Verbreit(er)ung darin bildhaft zum Ausdruck gelangen.

         Triadisch ist auch die Zeitlichkeit des Segens, seine „Dreifaltigkeit“ aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Ein aus ur- oder vorzeitlichen Kulturen herkommender Usus wird unter die Präsenz des einen Gottes genommen und durch die Koppelung an seine Verheißungen mit Zukunft ausgestattet. Der Frage, ob sich ein direkter theologischer Zusammenhang zwischen dem aaronitischen Segen und der Lehre von der Trinität herstellen lässt, will ich nicht nachgehen – aber beiden gemeinsam scheint mir die Absicht zu sein, das Unsichtbare, Unerkennbare, Unendliche zumindest über Wege der Wiederholung und der Differenzierung dem menschlichen Vorstellungsvermögen als ein Thema zu erschließen.

         Der aaronitische Segen ist trotz seiner Erhabenheit kein Mysterium und auch kein Sakrament. Vielschichtig bleiben Text und Handlung trotzdem, weshalb es im Folgenden nur um den Versuch gehen kann, einige Facetten des Ganzen beleuchten

 

1. Der Segen hat seinen Ort und seine Zeit.

Im priesterlichen Ritual ist der Segen ortsgebunden. Im alttestamentlichen Zusammenhang hatte der Segen seinen Ort im Heiligtum. Auch im christlichen Verständnis bleibt der Segen an den Gottesdienst geknüpft. Zwar ist der aaronitische Segen alt, aber liturgiegeschichtlich handelt es sich um einen relativ jungen Usus. Erst Martin Luther hat ihn in seine Deutsche Messe von 1526 aufgenommen. Seither hat er sich als Schlusssegen zu einer unverzichtbaren Handlung des Gottesdienstes entwickelt.

         Der liturgischen Bindung des Segens an den Versammlungsort der Gemeinde entspricht eine mentale Örtlichkeit. Was ist damit gemeint? Wenn der Glaube nicht ortsgebunden ist, sondern sich immer neu ereignet und bewährt, warum bleibt dem Segen so etwas wie ein Lokalbezug eingeschrieben?

         Orientiert man sich an der biblischen Erzählung, dann wird der Segen nicht im Vorübergehen erteilt. Wer ihn erhalten will, muss stehen bleiben, sich stellen, sich versammeln. Deshalb ist der Segen auch kein Geschenk, das ein für allemal empfangen und in dauerhaften Besitz genommen werden könnte. Der Segen wird gespendet, und der Spender kann offenbar von der Gabe nicht abgelöst werden. Das erscheint auf den ersten Blick als unverständlich. Warum ist die göttliche Segenskraft unbegrenzt, die Gabe aber begrenzt im Sinne von „nicht dauerhaft bleibend“?

         Hier hilft der Ansatz beim Wort Segnen. Man kann es auf das lat. „signare“ zurückführen: zeichnen, markieren, eine Zeichnung verleihen. Im biblischen Text folgt dem eigentlichen Segen eine Art Ausführungsanleitung (wenn man an die Bewegung von Arm und Hand denkt, ließe sich auch von einem Manuale sprechen): „So sollen sie denn meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich selbst will sie segnen.“ Es geht also erst einmal gar nicht um die Verleihung von guten Gaben. Vielmehr wird durch und zugleich für den Segen ein Bund geschlossen, der immer wieder der Erneuerung bedarf. In der Wiederholung zeigt sich der Zeitkern des Segens. Der wiederum ist die Bedingung von Wirkung. Wirkung können wir nur als zeitlichen Vorgang denken. Ein Segen, der wirken soll, muss in die Zeit. Alles Zeitliche bedarf der Erneuerung. (Wer übrigens das Zeitliche gesegnet hat, kann nicht mehr gesegnet werden – und bedarf dessen auch nicht mehr.)

        

2. Der Segen liegt.

Das Verb „liegen“ fasziniert. Auch in sprichwörtlichen Redeweisen wie „lass das lieber, da liegt kein Segen drauf“ bleibt das Verb unaustauschbar. Der Fluch lastet, und seine Kraft bannt. Der Segen liegt, schwerelos wie ein Lichtschein auf Gesichtern, seine Kraft bewirkt Wachstum. Er verfolgt nicht, er begleitet.

         Die Gottesursprünglichkeit des Segens mag lästig erscheinen, weil der Segensakt immer wieder aufgesucht, ausgesprochen und vermittelt werden muss. Die moderne Wachstumsgesellschaft ist dagegen von der Überzeugung gesteuert, Wachstum als autonome Dynamik zu denken, die in sich selbst begründet ist und aus sich selbst heraus expandiert. Was im biologischen Begriff des Lebens noch als Selbsterhaltung gedacht werden kann, wird unter marktwirtschaftlichen Aspekten zum angeblich überlebensnotwendigen Zwang.

 

3. Der Segen stiftet und bezeugt Ansehen.

Dass man einen Segen an seinen Früchten erkennen kann, ist eine triviale Feststellung; auch dass dies das Ansehen der Gesegneten zu erhöhen vermag. Mit der Sichtbarkeit seines Ursprungs ist es aber so eine Sache. Das Antlitz des Unsichtbaren wird nicht sichtbar; sondern nur das Leuchten, das davon ausgeht. Genau in diesem Bilde, in der Lichtmetapher, gründet indes die Bedeutung des Gemeinschaftlichen, die soziale Verfassung des Segens. Das göttliche Antlitz bleibt verborgen, und das eigene kann man nicht sehen, sodass das segnende Leuchten nur als Widerschein im Antlitz des Anderen wahrzunehmen ist. Das Empfangen des Segens wird im biblischen Text als ein wesentlich an die Gemeinschaft gebundenes und darin erfahrbares Geschehen verstanden. Dass Gott im Segen zum Vorschein kommt, ohne selbst sichtbar zu werden, ist deshalb nur scheinbar ein Paradox. Es lässt sich auflösen über den Weg zum Du. Dass Gott sein Antlitz zu uns erhebt und wir bei ihm Ansehen genießen, das erfahren wir im Ansehen unseres Nächsten, unseres Gegenübers, dem wir auf diese Weise unser Ansehen zusichern wie Gott uns das seinige zusichert. Man könnte deshalb sagen: Die Lichtmetaphorik des aaronitischen Segens veranschaulicht auch seine gemeinschaftliche, zwischenmenschliche Reflexivität.

 

4. Der Segen ist jenseitigen Ursprungs und von diesseitiger Wirkung.

Der glaubend ergriffene Segen richtet sich klar auf diese Welt und diese Wirklichkeit. Nicht zaghafte Hoffung ist sein Ton, sondern die Form des Jussivs, des konjunktivisch abgemilderten Befehls, wie wir es etwa vom schöpferischen Befehl „Es werde Licht!“ her kennen. Dem heutigen Sonntag Trinitatis mit seiner theologischen  Komplexität wird durch diesen Predigttext indirekt ein Moment von Masse und Erdung eingeschrieben. In Segenszonen und -zeiten sprießt, treibt und trieft es, da ist es fettig und saftig. Nicht Schrumpfen, sondern Wachsen ist Trumpf. Nicht die Träume platzen, sondern allenfalls Früchte, manchmal sogar Beutel. Überfülle wird am Segen selber sichtbar, was sich in zahlreichen Ableitungen und Varianten dokumentiert. Den Gaben nach ist von Kindersegen, Haussegen, Ackersegen, Kornsegen, Weinsegen, Stallsegen oder Geldsegen die Rede. Besondere Anlässe und Zeiten werden mit dem Segen und dem Segnen verknüpft: Morgensegen, Abendsegen, Reise- und Wandersegen, Abschiedssegen usw.

         Die Vorstellung von Kraft und Fülle im Übermaß hat im Segen ihren archaischen Sitz, und es wäre falsch, sie vorschnell durch Hinweise auf Gier, Verschwendungssucht oder Neid in moralische Schranken weisen zu wollen. Allerdings schließt hier ganz ohne Frage das weite Feld der Beschwörungs- und Zaubersprüche an. Wem die Formel „Glück und Segen“ zu sehr mit dem Zufall rechnet, der halte sich an das Sprichwort „Wo der Segen Gottes nicht ist, da hilft kein Glück“ (Grimmsches Wörterbuch, Artikel „Segen“, Bd. 16, Sp. 100-109, hier Sp. 106). Unbestreitbar rechnet zum Begriff des Segens die Vorstellung einer Dynamik, die schöpferisch ist. Deshalb scheint hier die Frage nach Maß und Ziel dem Gegenstand unangemessen zu sein. Doch sie ist durchaus berechtigt.  

 

5. Der Segen geht aufs Ganze und nicht ins Unendliche.

Im dritten Satz der biblischen Reihe heißt es: „Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ Das hebräische „Schalom“ bedeutet mehr als unser Wort Frieden, denn es richtet sich auf Aspekte wie umfassendes Wohlbefinden, Unversehrtsein und Heilsein. Das Ziel dieser ansteigenden Reihe von Segenssätzen im Text ist der Friede im Sinne einer heilen Existenz. Diese Ganzheit kann nur der göttliche Segen spenden, darin sind Momente wie Fruchtbarkeit und Überfluss im wörtlichen Sinne „eingeschlossen“. In dieser Heils- und Friedensordnung besitzen sie ihr Ziel und ihre Grenze. Der Segen verheißt unserer Zerrissenheit Heilung, darauf können wir uns berufen, weil die Signatur Gottes dafür bürgt.

         Zur Großartigkeit dieser Vorstellung gehört indes die Haltung der Demut und der Scheu. Die Segnenden spenden etwas, was sie selbst nicht haben. Sie sind ein Medium. Sie leiten auch nicht etwas weiter, sondern sie „legen den Namen Gottes“ auf das Volk Israel, damit er sie segne. Eine andere Verfügbarkeit des Segens ist nicht gegeben.

 

6. Segen predigen ist nicht gleich Segen spenden.
Weil heute Prediger und Pastor nicht identisch sind, wäre auch der Unterschied zwischen „Segen predigen“ und „Segen spenden“ zu unterstreichen. Das eine vermag viel Nachdenken anzuregen, das andere weiß sich im tätigen Vollzug dem Zwang zur permanenten Reflexion enthoben. Der Unterschied bringt die Frage ins Spiel, wer überhaupt das Segensgelübde vom Berg Sinai sprechen darf. Nach Martin Luthers Überzeugung vom Priestertum aller Gläubigen ist eigentlich jeder Christenmensch dazu legitimiert, den Segen wirkmächtig zu spenden. Nur eines ist in diesem Zusammenhang nicht möglich: dass der Mensch sich selber segne. Allerdings wäre es stark verwunderlich, wenn die menschliche Spezies nicht versuchen würde, auch diese Schranke zu durchbrechen: Dazu greift sie zur List der Verdopplung im Abbild. So gesteht Goethe in einem Brief: „[…] spreche manchmal einen Seegen auf meine Büste, daß ich auch das genieße“ (Goethe, Briefe, Weimarer Ausgabe, Bd. 5, S. 123). Ja, der durchaus nicht uneitle Bewohner des Dichterolymps ließ da nichts anbrennen…

         Im Hinblick auf die Bedeutung von Segnen als „mit einem Zeichen versehen“, könnte man auch sagen, der Segen sei nicht als Autogramm, sondern nur als Theogramm zu haben. Meist bleibt das Spenden des aaronitischen Segens heute in den ev. Amtskirchen den Amtsträgern vorbehalten. Daran soll sich hier und heute auch nichts ändern. Aber es ist für die nichtordinierten Gläubigen verschiedenster Konfessionen Tradition geworden, den Segen inklusiv zu sprechen, indem die Pronomina „dich/dir“ durch „uns“ ersetzt werden. Dazu könnte man auch auf Psalm 67 zurückgreifen – was mir angesichts meines heute vielleicht zu kurz gekommenen fachlichen Hintergrundes als Musikwissenschaftler sehr lieb ist, denn der Vortragende ist in diesem Fall, wörtlich übersetzt, der „Chormeister mit Saitenspiel“. Im Lied des Psalmisten heißt es:

 

[Für den Chormeister. Mit Saitenspiel. Ein Psalm. Ein Lied.]

Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse über uns sein Angesicht leuchten, [Sela]

damit auf Erden sein Weg erkannt wird und unter allen Völkern sein Heil.

Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle.
[…]
Die Nationen sollen sich freuen und jubeln. Denn du richtest den Erdkreis gerecht. Du richtest die Völker nach Recht und regierst die Nationen auf Erden. [Sela]

Die Völker sollen dir danken, o Gott, danken sollen dir die Völker alle.

Das Land gibt seinen Ertrag. Es segne uns Gott, unser Gott.

Es segne uns Gott. Alle Enden der Welt mögen ihn fürchten und ehren.

[Einheitsübersetzung, in V. 8 gemäß dem Originaltext geändert.]

 

 

7. Der Segen hat viele Verteiler.

In seinem Ausgang ist er zwar an die priesterliche Spende gebunden. Aber seine Wirkmacht wird durch die Empfänger im menschlichen Alltag unendlich vervielfacht. In dieser Art Volksausgabe begegnet der Segen als Segenswunsch oder als Fürbitte. Hier bedarf es keiner priesterlichen Vermittlung mehr. Dieses intimere Segenswerk des Alltags geschieht besonders bei Abschied und Trennung, aber auch, wenn wir einem lieben Menschen, der fern von uns weilt, nahe sein wollen. Dann stellen wir den anderen unter den Segen, legen ihn innerlich auf ihn oder sie, senden Gedanken von Schutz, Bewahrung und guten Gelingens. Oft geschieht dies kaum richtig bewusst. Wenn jeder dieser kleinen Impulse als ein Lichtblitz sichtbar würde, dann wäre vielleicht in der Summe das Segensleuchten vom Berg Sinai auch im Alltag weithin zu erkennen.

         Liebe Universitätskirchengemeinde, wenn am Ende dieses Gottesdienstes der liturgische Segen in pastoraler Vermittlung gesprochen wird, dann achten Sie bitte auf die neutestamentlich-trinitarische Erweiterung der alten aaronitischen Formel. Und vergessen Sie nicht das Motiv der Reise. Wir alle sind Reisende, ein Leben lang, „wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“, lautet die Jahreslosung für 2013 (Hebr 13, 14). Wenn wir uns eingestehen, was wir auf dieser Reise zurücklassen müssen, dann kann in uns das Gefühl einer tiefen Heimatlosigkeit und Traurigkeit aufsteigen. Der Segen ist zwar keine Reiseversicherung, die man nur einmal abzuschließen bräuchte. Aber im Bilde des leuchtenden Antlitzes Gottes ist auch die Bedeutung der mitwandernden Heimat beschlossen. Aufs Ganze des Lebens gesehen ist es die einzige, die wir haben.

 

„Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Eure Vernunft, bewahre Eure Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Herrn. Amen.“