Aufgaben und Schwerpunkte des Instituts für Praktische Theologie

„Praktisch“ ist die Praktische Theologie, weil sie sich mit der religiösen Praxis von Menschen beschäftigt – individuell, in der Kirche und in der Gesellschaft. Die Praktische Theologie fragt, wie Menschen heute glauben, hoffen, zweifeln, lieben und nach dem Sinn des Lebens fragen.

Sie nimmt die gegenwärtigen Formen von Religion und Religiosität aufmerksam wahr und sucht nach Wegen, diese zu begleiten und zu fördern. Dies ist nur möglich in engem Kontakt mit anderen Wissenschaften, insbesondere der Psychologie, der Soziologie, der Kommunikationswissenschaft, der Literaturwissenschaft und der Medienwissenschaft.

Die Praktische Theologie beschäftigt sich also nicht nur auf das kirchliche Handeln, gleichwohl reflektiert sie alle kirchlichen Handlungsfelder. Auf diese beziehen sich die praktisch-theologischen Teildisziplinen Liturgik, Homiletik (Predigtlehre), Poimenik (Lehre von der Seelsorge), Religionspädagogik, Diakoniewissenschaft und christliche Publizistik. Ebenso ist der Religionsunterricht ein wichtiges Thema für die Praktische Theologie: In der Religionsdidaktik werden die heutigen Bedingungen, die Konzepte und Inhalte sowie die methodischen Formen des Religionsunterrichts reflektiert und vermittelt.

Die Lehrveranstaltungen der Praktischen Theologie bieten für Pfarramts-, Diplom- und Lehramtsstudierende die Möglichkeit, bereits im Studium die religiöse Praxis von Menschen heute, besonders aber auch die künftigen beruflichen Handlungsfelder in Kirche, Schule und Gesellschaft in den Blick zu nehmen. Sie erwerben fachliche, analytische und methodische Kompetenzen sowie Sprach- und Handlungsfähigkeit für spätere berufliche Praxis.

Praktische Theologie in Kiel wird von zwei Professorinnen, mehreren wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, einer abgeordneten Lehrkraft sowie einigen Lehrbeauftragten unterrichtet. Sie setzen jeweils eigene Akzente und Schwerpunkte.