Religiöse Vielfalt im konfessionellen Religionsunterricht in Schleswig-Holstein (ReVikoR)

Das empirisch ausgerichtete Projekt untersucht das Erleben von und den Umgang mit der faktisch vorhandenen religiösen Vielfalt unter Schülerinnen und Schülern im konfessionellen Religionsunterricht in Schleswig-Holstein.
Für das Projekt wird von der Nordkirche für drei Jahre die Stelle einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin (75%) finanziert, die mit Antonia Lüdtke besetzt ist. 


Der Religionsunterricht mit seinem konfessionellen Bezugsrahmen wird aktuell lebhaft diskutiert. Die "reine evangelische Lerngruppe" ist eher die Ausnahme als die Regel - vielmehr wird deren Zusammensetzung durch eine religiöse Vielfalt bestimmt. Diverse Stimmen plädieren aus diesem Grund für eine Veränderung konfessionellen zu einem konfessionsübergreifenden Religionsunterricht oder einer religiös neutralen „Religionskunde
Ziel der ReVikoR - Studie („Religiöser Vielfalt im konfessionellen Religionsunterricht in Schleswig-Holstein“) ist die Generierung von Erkenntnissen, wie im konfessionellen Religionsunterricht in Schleswig-Holstein mit der zunehmenden kulturellen und religiösen Vielfalt umgegangen und diese von Lehrkräften erlebt wird. Die in dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse sollen für die Überlegungen zu den strukturellen und inhaltlichen Weiterentwicklungen des Religionsunterrichts zur Verfügung gestellt werden. Bislang wurden 30 qualitative Interviews mit Lehrkräften aller Schularten in Schleswig-Holstein geführt, die von ihren Eindrücken, Erlebnissen und ihrem Umgang mit religiöser Vielfalt im konfessionellen Religionsunterricht berichteten. Die Ergebnisse der qualitativen Erhebung sollen im Laufe des Jahres 2015 durch eine repräsentative quantitative Befragung aller Religionsunterricht erteilenden Lehrkräfte des Landes Schleswig-Holstein verstärkt werden. Um einen mehrdimensionalen Eindruck zu bekommen, soll darüber hinaus erhoben werden, wie Schülerinnen und Schüler die religiöse Vielfalt erleben und wie sie mit ebendieser im Schulalltag umgehen.