Der Weg zur Promotion

Nachdem man einen der Studiengänge an unserer Fakultät (oder einen entsprechenden Studiengang an einer anderen Hochschule) erfolgreich absolviert und mit einer Abschlussprüfung bestanden hat, besteht für interessierte Studierende die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum mit einem wissenschaftlichen Thema zu befassen und dieses Forschungsvorhaben in Form einer Dissertation umzusetzen, die in der Regel zum Erwerb des Grades Doktorin / Doktor der Theologie führt. Wer den Abschluss „Master of Education“ (M.Ed.) erworben oder das Erste Staatsexamen für das Höhere Lehramt im Fach Evangelische Religionslehre abgelegt hat, muss bis zur Anmeldung für das Promotionsprüfungsverfahren das Hebraicum nachweisen. Hier weiterlesen

Die Arbeit an einer Dissertation setzt ein besonderes wissenschaftliches Interesse voraus. Die Examensnote sollte dabei in der Regel 2,49 oder besser betragen. Meist hat sich die theologische Disziplin, in der man eine Dissertation schreiben möchte, bereits als Schwerpunkt im Studium herausgebildet, häufig besteht auch schon ein fachlicher Kontakt. Manchmal ist es auch möglich, bereits die Examens-, Diplom- oder Masterarbeit in dem Themenbereich zu verfassen, zu dem man eine Dissertation plant. Aber auch Promotionsinteressierte, die nicht in Kiel studiert haben, können aufgrund eines besonderen Interesses an einem bestimmten Schwerpunktgebiet an die Kieler Fakultät gehen. Voraussetzung ist in jedem Fall die Absprache mit einer Professorin oder einem Professor der Theologischen Fakultät.

An der Theologischen Fakultät der Universität Kiel arbeitet man eigenständig an einer Dissertation, ohne in eine Graduiertenschule eingebunden sein zu müssen, wird bei der Arbeit aber von der betreuenden Professorin oder dem betreuenden Professor individuell begleitet. An manchen Instituten werden auch Sozietäten und DoktorandInnenkollegs angeboten, in denen man seine Arbeit mit anderen Promovierenden diskutieren kann. Ein Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung ist verpflichtend. Dringend empfohlen wird, sich beim Graduiertenzentrum der CAU Kiel zu registrieren, um deren Angebote nutzen zu können. Eine Betreuungsvereinbarung zwischen DoktorandIn und betreuender Professorin / betreuenden Professor ist gemäß § 5 Abs. 3 der Promotionsordnung vom 10. Juli 2014 unerlässlich. Die Betreuungsvereinbarung findet sich im Anhang der genannten Promotionsordnung.
Über die Annahme der Doktorandin oder des Doktorandin entscheidet der Promotionsprüfungsausschuss der Fakultät.

Eine Dissertation kann vor oder nach dem Vikariat bzw. Referendariat angefertigt oder auch berufsbegleitend erarbeitet werden. Ihre Anfertigung dauert in der Regel etwa drei Jahre, wenn man daneben keine intensiven beruflichen oder familiären Verpflichtungen hat, ansonsten entsprechend länger. Die Promotionsphase schließt mit dem Rigorosum ab, das drei bzw. fünf mündliche Prüfungen in den theologischen Disziplinen umfasst.

Auf Antrag kann der erfolgreiche Abschluss eines konfessionell anders ausgerichteten Theologiestudiums anerkannt werden, wenn die wissenschaftliche Gleichwertigkeit gewährleistet ist. Zulassungsvoraussetzung ist die Zugehörigkeit zu einer Kirche mit evangelischem Bekenntnisstand. Ausnahmsweise können auch Bewerberinnen und Bewerber zur Promotion zugelassen werden, die einer anderen Kirche oder Konfession im Bereich des Ökumenischen Rats der Kirchen angehören, insbesondere wenn diese Kirche oder Konfession über keine gleichwertige wissenschaftliche Ausbildungsstätte in der Bundesrepublik Deutschland verfügt. Für Promovendinnen und Promovenden einer nichtchristlichen Religion oder einer Konfession, die nicht dem Ökumenischen Rat der Kirchen angehört, kann eine Vereinbarung mit einer anderen Fakultät getroffen werden, die den Erwerb des Doktorgrads (z.B. Dr. phil.) ermöglicht.